Pressemitteilungen

BDSV fordert Beteiligung Deutschlands an der Errichtung der „Defence, Security und Resilience Bank“

Berlin, den 29.06.2026 – Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie (BDSV) setzt sich für eine Beteiligung Deutschlands an der „Defence,
Security & Resilience Bank“ (DSRB) ein. Das von der kanadischen Regierung angestoßene
Projekt dient dem Ziel, in einer zunehmend unsicheren Welt zusammen mit gleichgesinnten,
staatlichen Partnern langfristige, kostengünstige Finanzmittel für den Bereich Verteidigung,
Sicherheit und Resilienz quer durch die Lieferketten bereit zu stellen, nicht zuletzt für den
Mittelstand.

Als multilaterales Institut konzipiert, ist die Bank auf Finanzierungslücken in Verteidigungs-,
Sicherheits- und Resilienz-relevanten Lieferketten ausgerichtet. Sie ergänzt nationale
Förderinstrumente wie KfW oder Landesförderbanken als auch die EIB. In diesem Bereich
geht es um zinsgünstige Langfristkredite für Kapazitäts-investitionen, um Garantien auf
kommerzielle KMU-Kredite, Venture- und Eigenkapitalinvestitionen sowie gezielte Förderung
von Innovationen und Start-ups.

Deutschland sollte sich diesem Projekt als Mitgründer anschließen, und zwar – wie BDSVHauptgeschäftsführer
Dr. Hans Christoph Atzpodien feststellt – im Wesentlichen aus zwei
Gründen. Dr. Atzpodien: „Erstens sollten wir unseren NATO-Partner Kanada bei dem
positiven Versuch, eine weitere stabile Finanzierungsquelle für die Stärkung unserer
Souveränität und Abschreckungsfähigkeit zu schaffen, nicht alleine lassen. Dies gilt gerade
jetzt, wo wir die Partnerschaft zwischen unseren Ländern im Bereich Sicherheit, Verteidigung
und Resilienz dringender denn je brauchen. Zweitens sehen die DSRB-Charterbestimmungen
vor, dass DSRB-Finanzierungsmittel nur für die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen
aus anderen DSRB-Mitgliedsländern eingesetzt werden dürfen. Wäre Deutschland kein
DSRB-Mitgliedsland, würden sich dadurch die Absatzchancen der deutschen Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie gegenüber DSRB-Mitgliedsländern stark reduzieren. Es liegt daher im
Interesse der vom BDSV vertretenen Unternehmen, dass sich die Bundesregierung an dem
für Juli 2026 geplanten Gründungsakt der DSRB beteiligt. Hierzu fordern wir die
Bundesregierung dringlich auf.“

Der BDSV vertritt die Interessen von mehr als 600 Unternehmen mit Wertschöpfung im Bereich
der Ausrüstung von Streitkräften sowie Behörden und Organen mit Sicherheitsaufgaben
(BOS).

 

 

  • Herunterladen 26-06-29_Pressemitteilung des BDSV zur Beteiligung Deutschlands an der DSRB.pdf, PDF-Datei (440,2 KiB)

BDSV zum „Joint White Paper for European Defence Readiness 2030“

Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV e.V.) begrüßt ausdrücklich das heute veröffentlichte Joint White Paper der Europäischen Kommission, denn die dort proklamierte Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft bis 2030 ist angesichts der veränderten geopolitischen Lage mehr als überfällig.

  • Herunterladen 25-03-19_Pressemitteilung BDSV_White Paper.pdf, PDF-Datei (244,6 KiB)

BDSV und BDLI für konsequente Industriepolitik bei Rüstungsgütern

Der BDSV gemeinsam mit dem BDLI fordern eine konsequente Industriepolitik bei Rüstungsgüter

Konkret werden 5 Punkte für die Umsetzung der Zeitenwende vorgeschlagen:

  • die Sicherstellung der technologischen Souveränität durch die gezielte Förderung nationaler Schlüsseltechnologien,
  • die vorrangige Beschaffung von in Deutschland entwickelten und gefertigten Produkten, um die Abhängigkeiten von externen Lieferketten zu minimieren und die industrielle Wertschöpfung im eigenen Land zu stärken,
  • klar umrissene Beauftragungen an unsere Industrie,
  • Verbesserung der Randbedingungen für eine generelle Rüstungsbeschleunigung,
  • Einrichtung einer Bundesagentur zur Rüstungsexportunterstützung.

BDLI und BDSV zur Verabschiedung der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie

BDLI und BDSV zur Verabschiedung der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie

  • Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ebenso wie die Luft- und Raumfahrtindustrie begrüßen den Abschluss der Strategie noch in dieser Legislatur als wichtigen Zwischenschritt.
  • Die nächste Bundesregierung muss dieses Papier weiterentwickeln und im Dialog mit der Industrie umsetzen.
  • Die Impulse zum Rüstungsexport und der Beteiligung deutscher Unternehmen am Betrieb im Ausland beschaffter Fähigkeiten der Bundesbewehr müssen aufgegriffen und verwirklicht werden.
  • Herunterladen Gemeinsame Pressemitteilung von BDLI und BDSV_FINAL.14.40 Uhr.pdf, PDF-Datei (138,7 KiB)